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Erfahrungsberichte
Im Mai 2010 hatte ich für einen Monat die Möglichkeit, im Rahmen des Programms „Freiwillige in Parks" am Leben auf dem „Planeten" Brunnenbachsmühle teilzunehmen. Schüler, die für 1-2wöchige Jugendwaldeinsätze nach Brunnenbachsmühle kommen, bekommen bei der Anreise ein Sonnentalerkonto. Durch Teamfähigkeit und motivierte Mitarbeit lässt sich der Kontostand erhöhen, durch Ressourcenverbrauch (Duschen, Essen) oder gar Ressourcenverschwendung (Fenster auf, Heizung an), werden Sonnentaler abgezogen. So wird nicht nur ein Gespür dafür vermittelt, was man wie an Ressourcen im Alltag verbraucht, sondern auch, was jeder Einzelne positiv zum großen Ganzen beitragen kann. Zu meinen Aufgaben als Freiwillige gehörte neben der Betreuung von Jugendgruppen im Waldeinsatz am Vormittag auch die Mithilfe bei der Durchführung von Aktionen am Nachmittag. Zudem bestand die Möglichkeit, auch eigene Ideen einzubringen. Bei einer Führung mit Rangern , ausschließlich für Freiwillige und Praktikanten des Nationalparks, hatte ich zusätzlich Gelegenheit, vertiefende Einblicke in Flora und Fauna, aber auch in das Konzept des Nationalparks zu bekommen. Im Jugendwaldheim selbst stand mir jederzeit ein nettes und humorvolles Team zur Seite, was meine Zeit in Brunnenbachsmühle insgesamt zu einem tollen und definitiv weiterempfehlenswerten Freiwilligeneinsatz gemacht hat.
Traute Pott, Studentin aus Göttingen, vermittelte und erlebte als Freiwillige
im Nationalpark Harz nachhaltiges Denken und Handeln "hautnah"
Zum Erfahrungsaustausch mit Freiwilligen nach Island
Im August 2009 hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen einer von der EU finanzierten und vom Projekt „Freiwillige in Parks“ koordinierten Reise zum Erfahrungsaustausch mit englischen Freiwilligen des BTCV (British Trust for Conservation Voluteers) nach Island zu fahren. Jens Homey, ein ehrenamtlicher Naturführer vom Naturpark TERRA.vita und ich besuchten zunächst die Hauptbasis der englischen Freiwilligenorganisation in Skaftafells. Chas Goemans, der englische Koordinator des BTCV, hatte für uns ein sehr umfangreiches Besuchsprogramm zusammengestellt. Als Rollifahrer sollte ich testen, inwieweit diese Ziele für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen zu erreichen sind und danach ggf. Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Wir wanderten auf einem Naturlehrpfad zum Gletscher Skaftafellsjökull, besuchten mehrere große Wasserfälle, wie z.B. den Skógafoss, den Seljalandsfoss und den Gulfoss und erlebten eine abendlichen Fahrt mit dem Schlauchmotorboot auf dem eisbedeckten Gletschersee Fjallsárlón. Ein Freiluft-Bad im 40-45°C warmen Wasser zählte für mich zu den Höhepunkten der Reise.
Am letzten Abend in Skaftafells berichteten Jens und ich über unsere ehrenamtliche Arbeit für den Naturpark TERRA.vita und das Nationalparkzentrum sowie die Nationalparkregion Sächsische Schweiz. 



"Im Rahmen einer Entgeltmaßnahme der Ländlichen Arbeitsförderung Prenzlau e.V. kam ich für das Projekt ”Gästebefragung in der Uckermark” (TMU) zur Nationalparkverwaltung.
Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, außerdem habe ich im Rahmen dieser Tätigkeit auch festgestellt, dass man als Außenstehender gar nicht wirklich weiß, was die Mitarbeiter von Naturwacht und Nationalparkverwaltung leisten müssen, um dem Schutz der Natur und auch den Wünschen der Gäste gerecht zu werden.
Diese Erkenntnis, die Freude an dieser Arbeit und auch die Menschen hier haben mich dazu bewogen, als Freiwillige weiterzumachen. Die Möglichkeit, hier arbeiten zu dürfen, ist für mich ein außergewöhnliches Erlebnis in der Hinsicht, da ich in meiner Jugendzeit hier als Lehrling untergebracht war und sich somit irgendwie ein Kreis in meinem Leben schließt. Des weiteren konnte ich schon sehr interessante Menschen kennen lernen."

Vier Wochen in Jugendwaldheim „Brunnenbachsmühle“… Alle, die hier arbeiten, haben einzigartiges Ziel: Ausbildung – Ökologie - Ökonomie. Ich war wie eine aktive Beobachterin, auf der einen Seite hab ich viele Eindrücke gesammelt, auf der anderen Seite konnte ich aktiv in das Geschehen eingreifen. Ich habe erkannt, dass die Tätigkeit auf Kinder Eindruck macht.
In ein paar Monate fliege ich wieder nach Chile mit vielen neuen Erfahrungen und einer neuen Motivation. Hoffentlich kann ich die Idee eines Jugendwaldheims mit nach Chile tragen, denn ich habe erkannt dass diese Arbeit wichtig ist, weil die Kinder ihre Fähigkeiten und Teamarbeit entdecken, Bewusstsein und Erkenntnisse über die Natur bekommen und bei einer guten Betreuung viel Spaß haben.
Ich habe viel gelernt und gehe sehr zufrieden und begeistert wieder zurück in mein Studentenleben.
…ich empfehle Euch WEITER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!..."
Rayen Catrileo Herrera, Freiwillige im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle/Nationalpark Harz (Auszug aus Erfahrungsbericht)
Veit Riffer, Freiwilliger im Nationalpark "Sächsische Schweiz"
Martin Pauli, Freiwilliger im Nationalpark Bayerischer Wald
"Ich bin 43 Jahre alter Familienvater und auf die 'Terra Trails' durch den Zeitungsartikel im Frühjahr aufmerksam geworden. Da ich mich schon als Kind / Jugendlicher ständig in der Natur aufgehalten habe, sah ich hier die Möglichkeit, mein Hobby Radfahren (insbesondere Mountainbike) mit meinem Interesse an der Natur und der Geschichte der näheren Umgebung zu verbinden und anderen Gleichgesinnten diese Kenntnisse weiterzugeben. Ich hätte 'vor meiner Haustür' nicht so viel Interessantes aus geologischer und industrieller Historie vermutet. Der Verbund von anspruchsvollen Radtouren in Kombination mit hochinteressanten Landschaften und ihren 'geschichtlichen' Entstehungen stellt für mich den hauptsächlichen Reiz dieser hochinteressanten Aufgabe dar."
Thomas Stipp, Freiwilliger im Naturpark TERRA.vita
„Ich habe mir sehr gewünscht, einmal das Ökosystem Nordsee kennen zu lernen, und es hat mir Spaß gemacht, durch meine Freiwilligenarbeit Wissen über diese Region zu erlangen und an andere, z.B. Urlauber, weiterzugeben. Man lernt ja immer mehr, wenn man die Dinge, die man sich anliest, bzw. hört, weitererzählt. Außerdem macht es Spaß, sich mit den Fragen zu beschäftigen, die einem die Leute so stellen, weil man sich dann intensiv mit einem Thema befasst. Sehr interessant ist es, in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Naturparkwacht hineinzuschauen, und im Sommer an der Nordseeküste zu sein, ist einfach toll!“
Astrid Weißbach, Freiwillige im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
"Mir macht es Spaß, etwas Neues und Spannendes über einen Ort im Naturpark herauszufinden und dies an andere weiterzugeben. Deshalb bin ich seit Sommer 2004 freiwillige Naturführerin im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Gern teile ich meine Naturbegeisterung mit anderen und ganz nebenher lerne ich durch die Freiwilligentätigkeit ständig etwas dazu. Ich hoffe mit meiner Arbeit dazu beizutragen, die naturverträgliche Erholung im Nuthe-Nieplitz-Gebiet zu fördern.“
Christamaria Kugge, Freiwillige im Naturpark Nuthe-Nieplitz
„Ich bin seit August 2004 freiwillige Mitarbeiterin der Nationalparkwacht des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Nationalpark mit seiner wunderschönen Natur und den faszinierenden Prozessen, die darin ablaufen, liegt mir sehr am Herzen. Die Mitarbeiter der Nationalparkwacht geben mir die Möglichkeit, einen kleinen Beitrag zum Schutz dieser einzigartigen Natur leisten zu können. Indem ich vor Ort mit den Besuchern des Parks spreche, ihre Fragen rund um den Nationalpark beantworte und versuche, ihnen die Zusammenhänge in der Natur zu erklären, kann ich auf der einen Seite meine Liebe zu diesem kleinen Fleckchen Erde mit ihnen teilen und zum anderen versuchen, ihnen die Notwendigkeit des Naturschutzes näher bringen.“
Andrea Vock, Freiwillige im Nationalpark Bayerischer Wald
„Ich, Marcus Schmidt, möchte gerne Freiwilliger an der Blumberger Mühle bei der Naturwacht werden, weil ich mich sehr für die Natur interessiere und mich gern zur Tierbeobachtung in ihr aufhalte. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Natur dringend Schutz braucht. Dazu möchte ich beitragen, durch Führungen und Vorträge als Naturwachtjugend.“
Marcus Schmidt, Freiwilliger im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Sigfried Rosin, Ruheständler, unterstützte 2004 mit noch zwei ehrenamtlichen Kollegen die Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg bei der Betreuung der Gäste im Besucherzentrum Rühstädt.Rühstädt als "Europäisches Storchendorf" mit 32 Brutpaaren im Jahr 2004 wird pro Saison von etwa 40.000 Gästen besucht. Eine echte Herausforderung für die Mitarbeiter der Naturwacht im Besucherzentrum.Herr Rosin hat Spaß am Umgang mit Menschen. Sein Motto: "Man muss was tun für die Region." Als gebürtiger Bad Wilsnacker kennt er sich gut aus und konnte Gästen des Storchendorfes aber auch Radwanderern, die z.B. den Elberadweg benutzen, kompetente Auskünfte erteilen. Die Zusammenarbeit mit den fünf Kollegen des Stützpunktes Rühstädt klappte prima.
„Ich, Moana, 36 Jahre, habe vor zwei Jahren meine Liebe zu den Kranichen entdeckt. Die Naturwacht bietet mir die Möglichkeit, meinen Beobachtungen nachzugehen und gleichzeitig noch mehr über die faszinierenden Tiere zu lernen. Meine Freizeit widme ich oft und gern der Erforschung und dem Schutz dieser wunderbaren Vogelart.“
Moana Nischan, Freiwillige im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
„Ich engagiere mich als Freiwilliger in der Naturwacht, weil Naturschutzarbeit schon immer die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer erforderte. Heute mehr als je zuvor. Mit dabei sein beim aktiven Naturschutz ist für mich von großer Bedeutung.“
Eduard Prinke, Botaniker, Freiwilliger im Naturpark Nuthe-Nieplitz