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Freiwillige in Parks - Nr. 16 - 05/10

Liebe Leserin, lieber Leser,
Spaß muss sein – beim Freiwilligeneinsatz ebenso wie sonst im Leben. Ganz „nebenbei“ lernen Freiwillige in den Nationalen Naturlandschaften noch jede Menge dazu. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist ein Begriff, der mit dem Freiwilligenprogramm eng einhergeht. Freiwillige bilden sich durch ihre Arbeit weiter, erweitern im Engagement Wissen, Können und – z.B. soziale – Kompetenzen. Haupt- und Ehrenamtliche lernen mit- und voneinander. Viele „Freiwillige in Parks“ sorgen zudem dafür, dass sich auch andere (weiter)bilden können. Sie betreuen z.B. Junior Ranger oder arbeiten in Infozentren mit. Wie wichtig und wertvoll das Programm „Freiwillige in Parks“ für die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist, wurde nun durch die erneute Auszeichnung als offizielles UN-Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2010/2011 gewürdigt.
Diese und weitere erfreuliche Entwicklungen können Sie nun hier nachlesen. Viel Spaß dabei wünschen
Kerstin Emonds und Anne Schierenberg
Nationale Naturlandschaften und Freiwillige im Einsatz
Ein Schutzgebiet stellt sich vor: Der Müritz-Nationalpark
Inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordosten Deutschlands sind 318 Quadratkilometer seit 1990 als Nationalpark geschützt. Die namengebende Müritz ist mit ihren 117 Quadratkilometern der größte Binnensee Deutschlands. Ein 500 Meter breiter Wasserstreifen am Ostufer gehört zum Nationalpark. Neben einsamen Wäldern, wundersamen Mooren, Wiesen und Weiden sind das Auffälligste, das Typische dieser Landschaft die unzähligen Seen. Über 100 größere Seen und zahllose kleine Stillgewässer gibt es im Müritz-Nationalpark. Diese prägenden Landschaftselemente verdankt er der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 Jahren. Der Reichtum an ungestörten Wald-, See- und Feuchtgebieten bietet zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten Heimat und Schutz. Zugvögel wie z.B. Kraniche lassen sich nicht nur im Herbst und Frühjahr kurz an den Ufern nieder, sondern brüten auch zahlreich im Gebiet. Besonders eindrucksvoll für viele Beobachter sind See- und Fischadler. Aussichtstürme erleichtern das Beobachten, ohne zu stören. Freiwillige haben im Nationalpark ein weites Betätigungsfeld. Es reicht von praktischen Arbeitseinsätzen über die Begleitung der Nationalpark-Busse bis hin zur Erfassung von Pflanzen und Tieren.

Quelle: Dahlmann, Müritz-Nationalpark
Weitere Infos zum Müritz-Nationalpark
Weitere Infos zu Freiwilligeneinsatzstellen im Müritz-Nationalpark
2.900 „Freiwillige in Parks“ leisten 107.000 ehrenamtliche Stunden
So geht es mit gutem Beispiel voran: Im Gegensatz zu vielen betrüblichen Nachrichten, die im Jahr 2009 in fast allen wirtschaftlichen Bereichen sinkende Zahlen meldeten, können die am Freiwilligenprogramm beteiligten Nationalen Naturlandschaften mit ganz anderen Werten aufwarten. Seit Jahren steigen dort die Zahlen der ehrenamtlich engagierten Menschen und deren freiwillig erbrachte Arbeitsstunden an. Gab es 2008 mit 2.600 Freiwilligen und 103.000 Stunden bereits einen gewaltigen Sprung, konnte dies 2009 noch einmal gesteigert werden. In mehr als 40 Nationalen Naturlandschaften sorgen Freiwilligenkoordinatorinnen oder -koordinatoren in den Schutzgebietsverwaltungen rund ums Jahr dafür, Einsätze zu organisieren, Anfragen zu bearbeiten, Freiwillige zu betreuen und die großartige ehrenamtliche Arbeit zu würdigen. Auch EUROPARC Deutschland als Projektträger möchte an dieser Stelle allen "Freiwilligen in Parks" für ihren wertvollen Einsatz herzlich danken und weiterhin viel Freude dabei wünschen.
Programm „Freiwillige in Parks“ als UN-Dekade-Projekt geehrt
Die Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat das Freiwilligenprogramm in den Nationalen Naturlandschaften als offizielles deutsches Dekadeprojekt für den Zeitraum 2010/2011 ausgewählt. Damit konnte diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal errungen werden. In der Wiederbewerbung musste aufgezeigt werden, dass sich das Programm im Vergleich zur Erstbewerbung vor zweieinhalb Jahren nicht nur in die „Breite“, sondern auch in die „Tiefe“ entwickelt hat. Zu Themenbereichen wie Chancengleichheit, Lebenslanges Lernen, Unternehmensverantwortung, Internationale Zusammenarbeit, Teilhabe und Mitbestimmung gibt es zahlreiche Beispiele guter Praxis in den Nationalen Naturlandschaften. Nachhaltiges Denken und Handeln wird vermittelt, angewendet und weiter verbreitet. Übrigens: Das Junior-Ranger-Programm konnte mit seiner Erstbewerbung ebenfalls die begehrte Auszeichnung erwerben.

Weitere Infos zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) finden Sie unter www.freiwillige-in-parks.de/bildung-und-schulen und auf dem BNE-Portal im Internet.
Biosphärenreservat Mittelelbe: Freiwillige informieren beim Regionalmarkt
Bei strahlendem Sonnenschein und sprichwörtlich sonntäglichem Wetter kamen am 25. April mehrere Tausend Gäste ins Biosphärenreservat Mittelelbe. Anlass war der traditionelle Biosphäre-Mittelelbe-Markt, der in diesem Jahr im Rahmen des 8. Elberadeltages stattfand. So konnten die Kinder zum Beispiel in Bäumen und nachgestalteten Spinnennetzen herumklettern, die Erwachsenen Produkte aus der Region erwerben. Viele Stände boten neben vielfältigen Informationen zum Biosphärenreservat auch Spiel, Spaß und Aktion für die Gäste. Am Stand des Fördervereins Biosphärenreservat Mittelelbe leiteten zwei junge Freiwillige Kinder beim Basteln mit Naturmaterialien an. Passend zu dieser freiwilligen Tätigkeit machte ein großes Banner auf „Freiwillige in Parks“ aufmerksam. Interessierte konnten sich am Stand über das Freiwilligenprogramm in den Nationalen Naturlandschaften informieren.
Quelle: Brückner, Biosphärenreservat Mittelelbe
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Biosphärenreservat Bliesgau: Mehr als 60 Freiwillige pflanzten 2000 Bäume
500 Eichen, 500 Bergahorn und 1000 Buchen – so die stolze Bilanz der über 60 Freiwilligen, die Mitte März im Biosphärenreservat Bliesgau einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisteten. Auch Schülerinnen und Schüler zweier Schulen aus Blieskastel und Saarbrücken beteiligten sich zahlreich. Zu der zweitägigen Pflanzaktion hatten der Biosphärenzweckverband Bliesgau und die Stadt Blieskastel gemeinsam mit WikiWoods, der Internet-Initiative für Klimaschutz, aufgerufen. Auch Regenschauer am zweiten Tag konnten dem Eifer und dem Spaß der Freiwilligen nichts anhaben. Interessante Details zum Ökosystem Wald zwischendurch sowie die kulinarische Seite kamen auch nicht zu kurz. Die Baum-Setzlinge waren teilweise kostenlos von den Darmstädter Forst-Baumschulen zur Verfügung gestellt worden. Die Idee und Initiative zur Pflanzaktion kam von der Teilnehmerin am Freiwilligen Ökologischen Jahr beim Biosphärenzweckverband Bliesgau, die bereits an WikiWoods-Aktionen im Saarland teilgenommen hatte. Nun übernahm sie Organisation und Betreuung.
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„Freiwillige in Parks“ international
Europäisches Projekt "Freiwillige in Parks" ausgewertet – Ausweitung geplant
Die so genannte Lernpartnerschaft "European volunteers in parks", ein zweijähriges EU-gefördertes Projekt mit Beteiligung des Naturparks TERRA.vita, des Biosphärenreservats Rhön/Hessen und des NationalparkZentrums Sächsische Schweiz, steht kurz vor dem Abschluss. Zum Rückblick und zur Auswertung trafen sich Repräsentanten der acht europäischen Partnerorganisationen, darunter Projektleiter EUROPARC Deutschland, vom 3. bis 4. Mai in London. Einigkeit bestand darin, dass die durchgeführten internationalen Fortbildungen für Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren und der europäische Austausch von Freiwilligen sowohl parkintern und regional, als auch national sehr anregende, unterstützende und vernetzende Effekte hatten. Die Zusammenarbeit der Projektpartner zur Förderung von "Freiwilligen in Parks" europaweit soll in einem Folgeprojekt ab Herbst 2010 ausgeweitet werden.
Termine & Sonstiges
Deutscher Engagementpreis 2010 – Aufruf zur Bewerbung
Bis zum 31. Juli 2010 können Sie engagierte Menschen aus Ihrem persönlichen Umfeld oder beeindruckende Projekte, Organisationen und Unternehmen für den Deutschen Engagementpreis vorschlagen. Der Wettbewerb startete zum zweiten Mal nach 2009 im Rahmen der Kampagne „Geben gibt“.
Weitere Informationen unter www.deutscherengagementpreis.de/preisengagement.html
Neuerscheinung: Buch „Orchideen in der Rhön“
Marco Klüber, langjähriger Freiwilliger im Biosphärenreservat Rhön, hat die Orchideen seiner Heimat in einem Buch beschrieben. "Orchideen in der Rhön" umfasst 256 vollfarbige Seiten im handlichen Format. Es zeigt alle in der Rhön nachgewiesenen Arten, beschreibt ihre Lebensweise und Lebensräume und stellt sie in den Kontext zur Natur- und Kulturlandschaft. Dazu enthält es auch einen Bestimmungsschlüssel und Exkursionstipps. Das Buch ist im Verlag edition alpha erschienen. Für das Biosphärenreservat hat Marco Klüber im Freiwilligeneinsatz bereits die Informationsbroschüre "Orchideen in der Rhön und ihre Lebensräume schützen – pflegen – bewahren" erarbeitet.
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Impressum
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstr. 60
D-10117 Berlin
Tel.: + 49 / 30 / 288 78 82-0
Fax: + 49 / 30 / 288 78 82-16
E-Mail: info@europarc-deutschland.de
www.europarc-deutschland.de
Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg unter der Nummer VR 21396 Nz eingetragen. Er wird vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Guido Puhlmann.
Das Freiwilligenprogramm wird gefördert durch die Heidehof Stiftung.