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Freiwillige in Parks - Nr. 1 - 07/07
Herzlich willkommen!
Sie haben den ersten Newsletter des Freiwilligenprogramms in den Nationalen Naturlandschaften vor sich – eine Prämiere. Wir freuen uns, dass Sie gleich zu den ersten Leserinnen und Lesern gehören, gleich ob Sie zu den „Freiwilligen in Parks“ gehören und sich in einem Nationalpark, Naturpark oder Biosphärenreservat ehrenamtlich engagieren, ob Sie Projektpartner oder ganz einfach nur neugierig sind.
Dieser Newsletter wird Sie ab sofort in loser Folge über Aktuelles aus dem Freiwilligenprogramm, über das Engagement von „Freiwilligen in Parks“ und über Wissenswertes, Sehenswertes, Nachahmenswertes oder anderweitig Unterhaltsames aus den Schutzgebieten, die sich am Freiwilligenprogramm beteiligen, informieren. Und weil wir ja für SIE schreiben, freuen wir uns jederzeit über Ideen und Vorschläge, wie wir Ihren (Lese-) Geschmack noch besser treffen können. Viel Freude beim Lesen!
Und noch ein Tipp: Schauen Sie doch auch einmal auf unserer Website www.freiwillige-in-parks.de vorbei.
Nationale Naturlandschaften und Freiwillige im Einsatz
Ein Schutzgebiet stellt sich vor: Der Naturpark Nuthe-Nieplitz
In wenigen Tagen steht sein achter Geburtstag an: Am 7.7.1999 wurde der Brandenburger Naturpark Nuthe-Nieplitz, nicht einmal eine Stunde südwestlich von Berlin gelegen, gegründet. Woher sein Name? Von den zwei Flüssen Nuthe und Nieplitz. Sie formen unter anderem die Nuthe-Nieplitz-Niederung, ein Naturschutzgebiet und Kern des Naturparks. Die dünn besiedelte Niederung ist insbesondere für Vögel wie Kraniche, Wildgänse, See- und Fischadler (und für Vogel-Interessierte!) ein echtes Highlight. Mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West gehört ein weiteres Naturschutzgebiet – und eines der größten Brandenburgs – zum Naturpark. Die durch die militärische Nutzung von Gehölzen frei gehaltene Landschaft unterliegt seit dem Abzug des Militärs einer faszinierenden Entwicklung. In den so genannten Naturentwicklungszonen ist, wie sonst nur selten, zu erleben, wie ein natürlicher Mischwald in eigener Dynamik heranzuwachsen beginnt.
Der Naturpark wird gemeinsam durch die Naturparkverwaltung und durch hauptamtliche Mitarbeiter der Naturwacht Brandenburg betreut. Die vier Mitarbeiter der Naturwacht arbeiten von zwei Stützpunkten aus; ihre Aufgaben sind u.a. die Betreuung von Naturpark-Gästen z.B. auf geführten Wanderungen, die Durchführung von Umweltbildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche, vielfältige Arten- und Biotopschutzmaßnahmen sowie Gebietskontrollen und Monitoring.
Seit dem Start des Freiwilligenprogramms 2003 in den Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs bekommt auch der Naturpark Nuthe-Nieplitz vielfältige Unterstützung durch Freiwillige. Diese packen z.B. bei der Mahd und Entbuschung von Wiesen tatkräftig mit an, helfen bei der Kartierung bestimmter Arten, wie Orchideen, oder bei Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im „Grünen Klassenzimmer“. Andere sind als Fledermauswart im Einsatz – sie spenden ihre Zeit, um Fledermausquartiere zu bauen und zu kontrollieren. Am kommenden Mittwoch, den 11. Juli findet die Arbeit der Freiwilligen eine besondere Würdigung: Der von ihnen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West mitgestaltete Gebietswanderweg von Pechüle zur Keilbergaussicht, dessen Wegeverlauf sie durch Holzpfähle markiert haben, wird feierlich eröffnet. Aufgrund des Steinreichtums war dies eine schweißtreibende Arbeit für die Freiwilligen am Bohrgerät. Aber auch geistiger Einsatz war gefragt. So fließen die gebietsbezogenen Kenntnisse eines Freiwilligen in die Gestaltung einer Infotafel ein, die an einem neu angelegten Aussichtspunkt ihren Platz finden wird. Und wenn in den kommenden Wochen die ersten Besucherinnen und Besucher auf sicherem Pfad zum Keilberg wandern, werden sich die Freiwilligen mit viel Elan an die nächste Etappe machen.

Haben Sie Fragen oder Interesse ehrenamtlich mitzuarbeiten? Für Auskünfte steht der Naturwacht-Mitarbeiter und Freiwilligenkoordinator des Naturparks, Ingo Höhne, gerne zur Verfügung.
Weitere Infos zum Naturpark Nuthe-Nieplitz
Weitere Infos zur Naturwacht Brandenburg
Weitere Infos zu Freiwilligen-Einsatzstellen im Naturpark
Karte mit Einsatzorten – Internetseite noch nutzerfreundlicher
Wo liegt denn das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, der Naturpark Lauenburgische Seen oder der Nationalpark Hainich? Wer sich für die Einsatzorte von „Freiwilligen in Parks“ interessiert, findet nun auf www.freiwillige-in-parks.de Antworten auf diese Fragen. Eine Übersichtskarte von Deutschland mit den am Freiwilligenprogramm beteiligten Schutzgebieten hilft Interessierten bei der Orientierung.
Auswertung der Freiwilligen-Einsatzsaison 2006
Wir möchten das Freiwilligenprogramm stetig verbessern. Dafür müssen wir wissen „wo der Schuh drückt“ aber auch, was begeistert und deshalb künftig fortgeführt werden sollte. Also haben wir zum wiederholten Mal auch Ende 2006 den Abschluss der Freiwilligen-Einsatzsaison genutzt, um Freiwillige aber auch Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren zu den Ergebnissen des Programms und zu ihren Erfahrungen zu befragen. Was sagen die Zahlen? Im vergangenen Jahr waren etwa 1.700 Freiwillige in 40 Schutzgebieten aktiv. Von diesen engagierte sich knapp die Hälfte regelmäßig, etwas mehr als die Hälfte einmalig oder sporadisch z.B. im Rahmen von Aktionstagen. Insgesamt leisteten sie mehr als 38.000 Stunden freiwilliger Arbeit. Mit mehr als 11.000 Stunden erreichte der praktische Arten- und Biotopschutz den Spitzenplatz als Freiwilligentätigkeit, gefolgt von naturkundlichen Beobachtungen mit mehr als 7.000 Stunden. Beliebt waren auch die Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen und die Pflege und Kontrolle von Besuchereinrichtungen mit jeweils weit mehr als 3.000 Stunden. Erfreulich ist die große Zufriedenheit der Freiwilligen selber: In den Rückmeldungen von 89 Freiwilligen antworteten 57 Personen auf die Frage „Waren Sie insgesamt mit Ihrer freiwilligen Tätigkeit zufrieden?“ mit „Ich stimme völlig zu“ bzw. von 26 Personen „Ich stimme eher zu“. Der Frage, ob sie das Gefühl hätten, sinnvolle Tätigkeiten zu verrichten, stimmten 78 Freiwillige völlig zu. Auf der anderen Seite war das Lob der Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren für die Freiwilligen groß: Viele gaben an, mit dem „hohen Engagement“ und der „Einsatzbereitschaft der Freiwilligen“ sehr zufrieden zu sein. Geäußert wurde auch Zufriedenheit mit der Qualität der geleisteten Arbeit. Wünsche der Freiwilligen waren insbesondere der intensivere Austausch mit anderen Freiwilligen und weitere Fortbildungsangebote. Dies gibt uns wertvolle Anregungen für die weitere Projektplanung.
Auch zum Ende der Freiwilligen-Einsatzsaison 2007 wird es wieder eine Auswertung geben. Gehören Sie zu den „Freiwilligen in Parks“? Dann ist auch Ihre Meinung gefragt! Über die Freiwilligenkoordinatorin bzw. den Freiwilligenkoordinator in Ihrem Gebiet werden Sie Ende des Jahres einen Fragebogen erhalten. Für Ihre Rückmeldung wären wir Ihnen sehr dankbar!
Von Freiwilligen für Freiwillige
Autorinnen und Autoren gesucht!
Dieser Newsletter ist u.a. als Information VON Freiwilligen FÜR Freiwillige gedacht. Das heißt, Beiträge sind herzlich willkommen! Diese können kurze Erfahrungsberichte, Ihre Tipps für neue Freiwillige, Fotos von Einsätzen, Zeichnungen von Ihrem Lieblingsmotiv im Park oder, oder, oder sein. Wir freuen uns über Beiträge an freiwillige@europarc-deutschland.de.
„Freiwillige in Parks“ international
Freiwilligenkoordinatorin aus dem Parc de Collserola besucht deutsche Parks
„Wenn ich ein Kranich wäre, wäre mir bei Euch kalt“ war die spontane Äußerung von Gloria Arribas, Freiwilligenkoordinatorin im Parc de Collserola bei Barcelona, beim Anblick eines Trupps von Kranichen Ende Februar über dem Besucherinformationszentrum Blumberger Mühle im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Als Gast aus dem Mittelmeerraum besuchte sie u.a. den Nationalpark Unteres Odertal und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, um einen Einblick in das Freiwilligenmanagement zweier Parks zu bekommen und Erfahrungen mit den dortigen Freiwilligenkoordinatorinnen und Freiwilligen auszutauschen. Der Parc de Collserola startete sein Freiwilligenprogramm vor 16 Jahren und wird derzeit von mehr als 80 Freiwilligen insbesondere bei der Betreuung von Besucherinnen und Besuchern z.B. in Informationszentren und auf Wanderungen unterstützt.
Internationale Kontakte zu Freiwilligenprogrammen in ausländischen Parks spielen für das deutsche Freiwilligenprogramm eine wichtige Rolle, um Erfahrungen, Methoden und Ideen auszutauschen und somit das Freiwilligenmanagement der Schutzgebiete zu professionalisieren. Mit dem weiteren Ausbau von Kontakten in andere Länder wird auch die Idee verfolgt, den internationalen Austausch von Freiwilligen zu fördern.
Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren lernen von britischen Profis
Eine besondere Gelegenheit zur Weiterbildung bot sich für die Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren der deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate Ende April/Anfang Mai auf einer Bildungsreise nach Großbritannien. Hier lernten sie die umfangreichen Freiwilligenprogramme der britischen Nationalparks Yorkshire Dales, Lake District und North York Moors aus erster Hand kennen. Hauptamtliche Freiwilligenkoordinatoren aber auch Freiwillige der besuchten Parks gaben Einblicke in ihre Tätigkeiten, in bewährte Arbeitsstrukturen und -methoden des Freiwilligenmanagements und boten darüber hinaus besondere Programmpunkte an wie z.B. einen gemeinsamen Arbeitseinsatz der deutschen Gäste mit einer Gruppe von Freiwilligen mit geistiger Behinderung – ein besonderes Erfolgsprojekt im Freiwilligenprogramm des North York Moors National Park.

Auf dem Programm standen außerdem Termine mit Organisationen wie dem British Trust for Conservation Volunteers (BTCV), der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und mit The National Trust, um von deren Projekten zur Förderung freiwilligen Engagements zu erfahren und Übertragungsmöglichkeiten auf Deutschland zu diskutieren. Die deutschen Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren erhielten vielfältige Anregungen für die eigene Arbeit und zeigten sich beeindruckt von der umfassenden gesellschaftlichen und staatlichen Unterstützung des freiwilligen Engagements in England.
Termine & Sonstiges
Bundesweite Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements 2007
„Engagement macht stark“ ist das Motto der diesjährigen bundesweiten Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements, die vom 14.-23. September stattfindet. Mehrere am Freiwilligenprogramm beteiligte Schutzgebiete sind bereits in der Planung von öffentlichkeitswirksamen Mit-Mach-Aktionen für Freiwillige, um das Engagement ihrer Helferinnen und Helfer zum Anlass der Aktionswoche ins Rampenlicht zu rücken. Im vergangenen Jahr beteiligten sich zehn Schutzgebiete an der Aktionswoche und boten Projekte für Freiwillige an, darunter Bau eines Weidenzauns (Naturpark Drömling), Mahd von Feuchtwiesen (Naturparks Barnim, Nuthe-Nieplitz, Niederlausitzer Landrücken) und Aufbau einer mongolischen Jurte im Wildniscamp (Nationalpark Bayerischer Wald). Anerkennung und Dank für ihr freiwilliges Engagement während der Aktionswoche 2006 gebührt u.a. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der örtlichen Commerzbank-Filialen im Naturpark TERRA.vita (Osnabrück) und dem Biosphärenreservat Rhön (Fulda). Auch in diesem Jahr hoffen wir wieder auf tatkräftige Unterstützung. Im kommenden Newsletter erhalten Sie weitere Informationen oder schauen Sie auf www.engagement-macht-stark.de.
Wettbewerb „unbezahlbar und freiwillig 07“ in Niedersachen gestartet
Der Startschuss „unbezahlbar und freiwillig 07 – der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ fiel am 1. Juni. Damit sind Einzelpersonen, Initiativen etc., die sich z.B. im Bereich Kultur, Sport, Soziales aber auch Umwelt freiwillig und gemeinwohlorientert engagieren, zur Teilnahme aufgerufen. Es winken Preise im Gesamtwert von 32.500 Euro. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 1. August 2007. Weitere Informationen finden Sie auf www.unbezahlbarundfreiwillig.de.
„Freiwilligenarbeit im Naturschutz“ – neue Publikation erschienen
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt mit der Publikation „Freiwilligenarbeit im Naturschutz“ die aktuelle Situation des freiwilligen Naturschutz-Engagements in Deutschland mit seinen Entwicklungen, Rahmenbedingungen und unterschiedlichen Formen dar. Vielfältig und anregend ist die große Anzahl an Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland, darunter spezielle Programme z.B. für Freiwillige im Jugend- oder Seniorenalter.
Bremer, S., Erdmann, K.-H. und Hopf, T. (Bearb.) 2006: Freiwilligenarbeit im Naturschutz. Münster, 224 Seiten, ISBN 978-3-7843-3937-5. Preis: 18,- Euro. Bezug: BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag
Veröffentlichung der Studie „Mobilisierung von Umweltengagement“
Die vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) erarbeitete Studie „Mobilisierung von Umweltengagement – Wie Unterstützungsmöglichkeiten für Umwelt- und Naturschutz erschlossen werden können“ bezieht sich auf die vielfältigen Potenziale für Umweltengagement, die in weiten Kreisen der Bevölkerung vorhanden sind. Sie gibt Anregungen für Umweltorganisationen und Naturschutzverbände, wie das vorhandene Potenzial erkannt und genutzt werden kann.
Göll, E., Henseling, Ch. 2007: Mobilisierung von Umweltengagement. Wie Unterstützungsmöglichkeiten für Umwelt- und Naturschutz erschlossen werden können. ZukunftsStudien Band 32, 138 S (ISBN 978-3-631-56276-5 br.). Preis: 19,80 Euro. Bezug: Peter Lang Verlag
Serie „Nationale Naturlandschaften“ in National Geographic
Zwischen März 2006 und März 2007 präsentierte National Geographic Deutschland monatlich einen Nationalpark, einen Naturpark oder ein Biosphärenreservat aus Deutschland. Die beeindruckenden Bilder und informativen Texte laden ein, die Nationalen Naturlandschaften vom Sofa aus zu „erleben“ – oder regen zumindest an, auf dem Sofa die nächste Reise dorthin zu planen.
Die gesammelten National Geographic-Artikel über die Nationalen Naturlandschaften finden Sie auf der Website der Nationalen Naturlandschaften. Zusammengefasst sind die Artikel und Fotos auch in einem Bildband zu haben: Rosing, N.: Wildes Deutschland. 248 Seiten, ISBN-10: 3866900120. Preis:39,95 Euro, Bezug: Verlag National Geographic
Neuer Bildband über den Nationalpark Harz - 20 Prozent Preisnachlass bis August
Unter dem Titel „Das Flüstern des Waldes - Erlebnis Nationalpark Harz“ kommt Anfang September diesen Jahres ein großformatiger Bildband heraus, der die Naturschönheiten des Nationalparks Harz portraitiert. Die Bilder hat der Autor Christian Wiesel während seines Freiwilligen Ökologischen Jahres in der Nationalparkverwaltung Harz fotografiert. Preis: 29,95 Euro, bei Bestellung bis Mitte August gilt ein um 20 Prozent ermäßigter Vorzugspreis (Fachwort: „Subskriptionspreis“) von 23,80 Euro. Weitere Infos zum Buch gibt es auf www.erlebnis-nationalpark-harz.de; dort finden Sie auch Bestellmöglichkeiten oder Bestellung an shop@verlag-wieselflink.de.
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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg unter der Nummer VR 21396 Nz eingetragen. Er wird vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Guido Puhlmann.